Das Jahr begann mit einem kalten Januar und am 11. desselben fand die erste Familienzusammenkunft unter dem Motto: „Weihnachten 2.0“ statt, da unser E zum Fest ja verreist war. Die Wochen über war ich meist mit „Ärztehopping“ und KG beschäftigt, die Gehwege waren vereist, so das sich alle mal wieder über die Winterdienste beschwert haben (unser Gehweg war einer der besten). Bei Orthopäde und MRT – Betrieb war richtig was los.. Ende Januar dann eine echte Familienfeier – Die Oma feierte ihren 88. Lenz, dazu sind wir alle nach Lüneburg gefahren !
Happy Birthday !

Nach dem Motto: „Warum bis Neunzig warten“ hat uns meine Mama ins Hotel Bergström (Bekannt aus „Rote Rosen“) eingeladen – und wir waren wirklich alle da, mit Bulli und Tiguan (weil ein großes Auto nicht mehr reicht). Essen gab es in der Gaststätte gegenüber (rustikal und gemütlich) Übernachtung und großes Frühstück im Hotel. Das war sehr schön, hat allen gefallen. Natürlich war es auch in Norddeutschland eisig, an der Elbe gab es einen Menschenauflauf wegen der Eisschollen, die sich vor Geesthacht zu Bergen auftürmten. Vor Hohnstorf war es noch nicht ganz so spektakulär:



Am 1. Februar ging es zurück auf die trocken gesalzene Autobahn und schon eine Woche später hatten wir zuhause wieder eine kleine Feier zum Geburtstag unseres lieben F. – Eigentlich ganz schön, wenn man sich öfter trifft.
Da der Orthopäde mein Knieproblem mittlerweile ernster nahm, war eine MRT – Untersuchung gemacht worden. Ein Meniskussriss und einige degenerative Veränderungen lagen vor (habe die Bilder der Endoskopie gesehen – war ziemlich kaputt). Am 23. Februar war Operationstermin, vorher noch Blutprobe und Narkosegespräch und so weiter… Danach sechs Wochen mit Orthese und Krücken (nicht belasten, teilbelasten, man ist schon sehr eingeschränkt). Die Familie hat mir sehr geholfen, das gut zu bewältigen.

Derweil ist der Frühling eingezogen, Bautätigkeiten können wieder beobachtet werden und die Blüte beginnt…


Auch die große Baustelle nebenan war wieder in Bewegung. Nachdem schon Ende Februar ein großer Bagger mächtig zugeschlagen hatte, dröhnte jetzt tagelang ein kleinerer genauso laut vor sich hin und bewegte Sand aus der Grube. Mehr dazu im separaten Blogbeitrag.

Till Brönner

Das erste musikalische Event in diesem Jahr nach der Knie-Pause sollte ein Abend mit Till Brönner und Band im Tempodrom werden. Wir konnten gerade noch einen Smart-Parkplatz in der Nähe bekommen, der Fußweg war überschaubar. Im ausverkauften Tempodrom hatten wir Top-Plätze, diese waren ein Weihnachtsgeschenk unserer Kinder. Das Konzert war sehr schön. Thema Italia – inspiriert von Jazz und Filmmusik der sechziger und siebziger Jahre. Guter Sound (siehste, geht doch!), eine Show voller Spielfreude und Harmonie, dabei immer noch genügend Jazz-Virtuosität neben abwechslungsreichen Solisten und einer Spitzen-Stammbesetzung. Daneben ist Brönner natürlich auch ein Super-Moderator und Anekdoten-Profi sowieso. Die zweieinhalb Stunden waren trotz Knieschmerzen (Beinfreiheit) eine Freude. Gleich am am nächsten Tag konnte dann unsere Frühjahrs – Reise starten.
Rügen

Am 19. April ging es los, das Ferienhaus war das gleiche wie im Vorjahr, hatte uns doch sehr gut gefallen.
Rügen 26 – Wieder auf Wittow – Meine Zeit
Am 3. Mai 2026 hat meine Schwiegermutter aufgehört zu atmen und ist von ihrem langen Leiden erlöst worden.
Feiertage mit Sternenküche

Am 9. Mai hatten wir das Vergnügen, am Doppelgeburtstag/Hochzeitstag unserer Nachbarn teilnehmen zu dürfen. Aus diesen Anlässen wurde in das Restaurant Buchholz in Britz eingeladen und wir durften ein köstliches Menü genießen. Ich hoffe, mir aus der Erinnerung etwas „abgeguckt“ zu haben. Auf jeden Fall war das voll nach meinem Geschmack! Am Tag darauf ging es gleich mit Blumenstrauß in die Bahn nach Lüneburg, denn Sonntag war:
Muttertag

Natürlich gab es auch hier wunderbares Essen, es hat allerdings ausgiebig geregnet, so das wir eher drinnen geblieben sind. Am Montag gab es dann sogar ein Kaminfeuer, da die Eisheiligen angekommen waren. Bei dieser Gelegenheit muss ich doch mal schreiben, wie froh ich sein darf, das meine Mama für ihr Alter noch so fit ist, im eigenen Häuschen wohnt und alles selber im Griff hat.
Das RSB und Cameron Carpenter
Auf dieses Konzert hatten wir uns schon eine ganze Weile gefreut und wurden nicht enttäuscht ! Ein wirklich schönes Programm an diesem Abend in unserer Philharmonie mit außergewöhnlichen Gästen. Leonard Slatkin dirigierte unser Rundfunk Sinfonie Orchester und als Special Guest kam Cameron Carpenter dazu, um die große Orgel der Philharmonie zu spielen. Wir hatten optimale Plätze für dieses abwechslungsreiche Klangspektakel.

Den lockeren Auftakt gaben drei Tanzepisoden aus „On the Town“ von Leonard Bernstein – so richtig flotte „U-Musik“- Dancehall mit großem Orchester. Dieses halbierte sich gleich darauf zum reinen Streichorchester um ein Adagio von der Komponistin Cindy Mctee darzubieten. Zurückhaltende Dynamik, schwebende Streichertöne aus dem Nichts der Klimaanlagenluft anschwellend , harmonisch meditativ aus einem Guß in einem breitbandigen Klangbild aufgehend verschwinden die Streicher wieder bis der Meister am Taktstock den Applaus freigibt und die anwesende Komponistin bejubeln läßt. Der eigentliche Höhepunkt des Abends ist die Darbietung des Weltstars Cameron Carpenter an der Schuke-Orgel der Philharmonie. Dieser bescheiden auftretende Musiker erscheint nicht ohne Grund auf der Bühne in einer Art Trainingshose. Was der dort an Beinarbeit zeigt, sucht seinesgleichen. Die „Toccata Festiva“ von Samuel Barber führt das gesamte Spektrum und die volle Dynamik des Sinfonieorchster mit der großen Orgel zusammen – mehr geht nicht! Und es hört sich toll an – es harmoniert, die Lautstärken passen, ein Gesamtakkord bombastischen Klangs. Als Zugabe gibt der Solist noch eine kleine Etüde vor der Pause ab. In der Pause wird der Spieltisch der Orgel wieder unter die Bühne gefahren, damit das Orchester für den zweiten Teil besser zu sehen ist. Aaron Copelands Sinfonie Nr3 mit der „Fanfare for the common man“ macht den zweiten Teil des Konzert aus und lässt das Orchester nochmals in allen Klangfarben strahlen.
Familie und Bad Homburg
Anlässlich der Urnenbeisetzung meiner Schwiegermutter gab es eine kleine Familienfeier im engsten Kreis in Köppern. Wir kamen aus allen Richtungen (teilweise im Nachtzug) hier zusammen, um ihr am regnerisch/wechselhaften 12.Juni die letzte Ehre zu erweisen (trotz allem ein schwerer Weg für die Tochter). Die Kinder waren in ihrem Berufsleben zwischen Dienstreise und Projektmeeting hergekommen um einen Moment die Zeit anzuhalten. Ein Weg über die Friedhöfe, Essen in der örtlichen Pizzeria, Zusammenkunft beim Wein im Hof, noch eine Übernachtung und dann ging es weiter. Am Samstag haben wir die Jungs zum Bahnhof gebracht (den Weg bis Frankfurt hatten sie gemeinsam) und sind dann mit unserer Tochter nach Bad Homburg gefahren.

Hier fand gerade ein Integrationsfest statt, mit allerlei Folklore, Ringelpietz und Grill. Wir sind zum Schloss (in der Kapelle gab es noch eine Orgelmatinee) und danach in den Kurpark – da waren wir lange nicht- und haben daran gedacht, wie es früher mit Oma und Opa so war. Dann gab es auch noch ein Eis.


Schlafzimmer
Nun kann ja mal wieder was renoviert werden. Das Knie wird besser, nochmal das Ärztekarusell und dann geht es los. Wenigstens dieser Raum sollte im Sommer noch renoviert werden. Die Gattin reist zur EBU und nach Rudolstadt zum Festival – da kann mann zuhause ordentlich randalieren….
Link zum Beitrag Schlafzimmer
Zig Zag Jazz Festival
Der Berlin Jazz Kultur eV veranstaltet Ende Juli zum ersten Mal das ZigZag Jazz Festival im wunderbar restaurierten Gasometer in Schöneberg. Dieses gehört jetzt zum EUREF Campus für Energie und Mobilität. Von den vielen Konzerten konnte ich (wir) 2 miterleben, mindestens 2 weitere hätte ich gerne noch gehört, die passten aber zeitlich nicht, da auch noch ein Besuch bei der Mama an der Elbe fällig war. So blieb es bei den beiden:
Fusion Experience Dave Weckl (dr), Richard Bona (b) , Ciro Manna (g), Michel Lecoq (key)

Das erste Konzert des Festivals, gleich volles Haus und super Musik ! Bin eigentlich wegen Dave Weckl am Schlagzeug hin (der Mann ist ne echte Hausnummer) und war von allen begeistert! Der Gitarrist Ciro Manna aus Italien hat das Projekt aufgestellt. Die Musik ist sehr vielfältig, jeder darf seine Stärken ausspielen, er selbst brilliert an der E-Gitarre mit allen Effekten und flinken Fingern ohne endlos rumzugniedeln oder zu plängeln. Phantastische Läufe zu staighten Beats von Dave, der seinem Ruf alle Ehre macht. Richard Bona ist zuerst noch nicht ganz wach (Konzertbeginn war 18 Uhr), kriegt sich dann ein und singt auch noch seine Balladen ganz schön und Michel holt aus seinen Tasten, was sonst eine Big Band liefert. War ich doch schon mal froh – nach dem ersten Set. Gleich am folgenden Tag traten auf:
Till Brönner und Band mit dem Italia Programm

Und siehe da, hatte ich am Vortag noch gedacht, ein paar Begrüßungsworte vom Veranstalter wären nett gewesen, gab es heute die Vorstandssprecherin von EUREF, Karin Teichmann und dann auch noch den Kultursenator Stefan Evers, der ja plötzlich auch Spitzenkandidat in Berlin ist. Ein paar freundliche Worte und dann ging es los. Wieder sehr schön, etwas kürzer als im Tempodrom, etwas mehr Flügelhorn und als Special Guest noch Mario Biondi, der auch ein eigenes Konzert am frühen Abend hatte. Da wir in Schöneberg sind, hat Till in seiner Moderation auch von seiner Zeit im RIAS erzählt. Und – die Leute steigen drauf ein. The Spirit of Berlin. Viva la dolce vita!
National Youth Orchestra of the USA
Sommerzeit ist Festivalzeit – und die Angebote sind verlockend! Im Rahmen von Young Euro Classic trat das NYOUSA am 4.August im Konzerthaus auf. Mit Google durch die Baustellen navigiert , Parkplatz vor der Tür (4€ / Std) – so kann man am Abend schnell am Kulturleben der Metropole teilhaben und am Gendarmenmarkt klassische Musik erster Güte genießen. Karina Cannellakis, die in Berlin ein Heimspiel hat, dirigiert und Kirill Gerstein, Professor an der UdK, bestreitet den solistischen Teil am Piano. Das Programm besteht aus Musik amerikanischer Komponisten des 20. Jahrhunderts – Samuel Barber, George Gershwin und dem in die US emigrierten Béla Bartòk .

Es ist unglaublich, wie präzise professionell abgestimmt dieses Orchester aus jungen MusikerInnen klingt, auch Frau Cannellakis merkt man die Begeisterung an – das Publikum ist kaum zu bremsen. Nach dem Bartòk werden noch zwei Zugaben fällig, am Schluß ein Medley unter dem Motto „IgotRhythm“ – standing Ovations! Wir sind auch begeistert und dank Smart vor der Tür auch um halb 11 wieder zuhause.
Die Odyssee
Manchmal muss es bei großen Jungs dann auch das große Kino sein. Für diesen Film haben wir uns den Zoo Palast ausgesucht, Logenplatz Mitte. Spektakulär ! Drei Stunden vergingen im Flug – eigentlich kam mir der Film kurz vor.

Die Odyssee (2026) – Wikipedia
Über den Inhalt des Films kann man alles bei Wikipedia nachlesen, zur Technik des analogen 70mm IMEX – Formates steht da wenig, man hätte in Prag oder London das Original-Format bewundern können, der Zoo Palast hat aber 70mm analog mit einem mördermäßigen Dolby Atmos Sound. Das kracht dann schon ordentlich, wenn Poseidon zürnt
Sonnenfinsternis
Am 12.8.2026 wird die Welt von diesem Naturereignis bewegt, wie es so oft nicht vorkommt und immer wieder aufs Neue fasziniert. Mallorca war ausgebucht bis überlaufen (dort war sie total) und in Berlin mussten am Zeiss-Planetarium die Straßen gesperrt werden. Selbst an der Brücke über dem Teltowkanal in Britz waren viele Menschen versammelt, um die partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Mit starkem Graufilter konnte man das Ereignis aufnehmen.
