Meine Zeit

Eindrücke aus dem Leben nach der Erwerbsarbeit

2026

Das Jahr begann mit einem kalten Januar und am 11. desselben fand die erste Familienzusammenkunft unter dem Motto: „Weihnachten 2.0“ statt, da unser E zum Fest ja verreist war. Die Wochen über war ich meist mit „Ärztehopping“ und KG beschäftigt, die Gehwege waren vereist, so das sich alle mal wieder über die Winterdienste beschwert haben (unser Gehweg war einer der besten). Bei Orthopäde und MRT – Betrieb war richtig was los.. Ende Januar dann eine echte Familienfeier – Die Oma feierte ihren 88. Lenz, dazu sind wir alle nach Lüneburg gefahren !

Happy Birthday !

Nach dem Motto: „Warum bis Neunzig warten“ hat uns meine Mama ins Hotel Bergström (Bekannt aus „Rote Rosen“) eingeladen – und wir waren wirklich alle da, mit Bulli und Tiguan (weil ein großes Auto nicht mehr reicht). Essen gab es in der Gaststätte gegenüber (rustikal und gemütlich) Übernachtung und großes Frühstück im Hotel. Das war sehr schön, hat allen gefallen. Natürlich war es auch in Norddeutschland eisig, an der Elbe gab es einen Menschenauflauf wegen der Eisschollen, die sich vor Geesthacht zu Bergen auftürmten. Vor Hohnstorf war es noch nicht ganz so spektakulär:

Am 1. Februar ging es zurück auf die trocken gesalzene Autobahn und schon eine Woche später hatten wir zuhause wieder eine kleine Feier zum Geburtstag unseres lieben F. – Eigentlich ganz schön, wenn man sich öfter trifft.

Da der Orthopäde mein Knieproblem mittlerweile ernster nahm, war eine MRT – Untersuchung gemacht worden. Ein Meniskussriss und einige degenerative Veränderungen lagen vor (habe die Bilder der Endoskopie gesehen – war ziemlich kaputt). Am 23. Februar war Operationstermin, vorher noch Blutprobe und Narkosegespräch und so weiter… Danach sechs Wochen mit Orthese und Krücken (nicht belasten, teilbelasten, man ist schon sehr eingeschränkt). Die Familie hat mir sehr geholfen, das gut zu bewältigen.

Derweil ist der Frühling eingezogen, Bautätigkeiten können wieder beobachtet werden und die Blüte beginnt…

Auch die große Baustelle nebenan war wieder in Bewegung. Nachdem schon Ende Februar ein großer Bagger mächtig zugeschlagen hatte, dröhnte jetzt tagelang ein kleinerer genauso laut vor sich hin und bewegte Sand aus der Grube. Mehr dazu im separaten Blogbeitrag.

Die Nummer 32 – Meine Zeit

Till Brönner

Das erste musikalische Event in diesem Jahr nach der Knie-Pause sollte ein Abend mit Till Brönner und Band im Tempodrom werden. Wir konnten gerade noch einen Smart-Parkplatz in der Nähe bekommen, der Fußweg war überschaubar. Im ausverkauften Tempodrom hatten wir Top-Plätze, diese waren ein Weihnachtsgeschenk unserer Kinder. Das Konzert war sehr schön. Thema Italia – inspiriert von Jazz und Filmmusik der sechziger und siebziger Jahre. Guter Sound (siehste, geht doch!), eine Show voller Spielfreude und Harmonie, dabei immer noch genügend Jazz-Virtuosität neben abwechslungsreichen Solisten und einer Spitzen-Stammbesetzung. Daneben ist Brönner natürlich auch ein Super-Moderator und Anekdoten-Profi sowieso. Die zweieinhalb Stunden waren trotz Knieschmerzen (Beinfreiheit) eine Freude. Gleich am am nächsten Tag konnte dann unsere Frühjahrs – Reise starten.

Rügen

Am 19. April ging es los, das Ferienhaus war das gleiche wie im Vorjahr, hatte uns doch sehr gut gefallen.

Rügen 26 – Wieder auf Wittow – Meine Zeit

Am 3. Mai 2026 hat meine Schwiegermutter aufgehört zu atmen und ist von ihrem langen Leiden erlöst worden.

Feiertage mit Sternenküche

Am 9. Mai hatten wir das Vergnügen, am Doppelgeburtstag/Hochzeitstag unserer Nachbarn teilnehmen zu dürfen. Aus diesen Anlässen wurde in das Restaurant Buchholz in Britz eingeladen und wir durften ein köstliches Menü genießen. Ich hoffe, mir aus der Erinnerung etwas „abgeguckt“ zu haben. Auf jeden Fall war das voll nach meinem Geschmack! Am Tag darauf ging es gleich mit Blumenstrauß in die Bahn nach Lüneburg, denn Sonntag war:

Muttertag

Natürlich gab es auch hier wunderbares Essen, es hat allerdings ausgiebig geregnet, so das wir eher drinnen geblieben sind. Am Montag gab es dann sogar ein Kaminfeuer, da die Eisheiligen angekommen waren. Bei dieser Gelegenheit muss ich doch mal schreiben, wie froh ich sein darf, das meine Mama für ihr Alter noch so fit ist, im eigenen Häuschen wohnt und alles selber im Griff hat.

Das RSB und Cameron Carpenter

Auf dieses Konzert hatten wir uns schon eine ganze Weile gefreut und wurden nicht enttäuscht ! Ein wirklich schönes Programm an diesem Abend in unserer Philharmonie mit außergewöhnlichen Gästen. Leonard Slatkin dirigierte unser Rundfunk Sinfonie Orchester und als Special Guest kam Cameron Carpenter dazu, um die große Orgel der Philharmonie zu spielen. Wir hatten optimale Plätze für dieses abwechslungsreiche Klangspektakel.

Den lockeren Auftakt gaben drei Tanzepisoden aus „On the Town“ von Leonard Bernstein – so richtig flotte „U-Musik“- Dancehall mit großem Orchester. Dieses halbierte sich gleich darauf zum reinen Streichorchester um ein Adagio von der Komponistin Cindy Mctee darzubieten. Zurückhaltende Dynamik, schwebende Streichertöne aus dem Nichts der Klimaanlagenluft anschwellend , harmonisch meditativ aus einem Guß in einem breitbandigen Klangbild aufgehend verschwinden die Streicher wieder bis der Meister am Taktstock den Applaus freigibt und die anwesende Komponistin bejubeln läßt. Der eigentliche Höhepunkt des Abends ist die Darbietung des Weltstars Cameron Carpenter an der Schuke-Orgel der Philharmonie. Dieser bescheiden auftretende Musiker erscheint nicht ohne Grund auf der Bühne in einer Art Trainingshose. Was der dort an Beinarbeit zeigt, sucht seinesgleichen. Die „Toccata Festiva“ von Samuel Barber führt das gesamte Spektrum und die volle Dynamik des Sinfonieorchster mit der großen Orgel zusammen – mehr geht nicht! Und es hört sich toll an – es harmoniert, die Lautstärken passen, ein Gesamtakkord bombastischen Klangs. Als Zugabe gibt der Solist noch eine kleine Etüde vor der Pause ab. In der Pause wird der Spieltisch der Orgel wieder unter die Bühne gefahren, damit das Orchester für den zweiten Teil besser zu sehen ist. Aaron Copelands Sinfonie Nr3 mit der „Fanfare for the common man“ macht den zweiten Teil des Konzert aus und lässt das Orchester nochmals in allen Klangfarben strahlen.

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Thema von Anders Norén