Lange steht schon fest, das auch im Jahr 2026 wieder ein Bornholm-Urlaub fällig ist. Bereits im vorigen Jahr hatten wir für 2 Wochen reserviert, wollten doch so gerne wieder in das „gelbe Haus“ im Egernvej. Dies hatte uns aufgrund einiger Vorteile, die ich ja schon beschrieben habe, besonders gefallen. Für die Anfahrt konnten wir uns diesmal etwas mehr Zeit nehmen. Trotz frühzeitigen Buchens der Fährüberfahrt, war kein „Super Spar Preis“ zu kriegen, deshalb war ein „Flexticket“ für Povl Anker daraus geworden, Abfahrt 14:30 Uhr – alles später als sonst. Nach Autobahnfahrt mit Unterwegs-Frühstück kamen wir frühzeitig am Fährhafen Mukran an. Schlange stehen bei den Bullis und warten.


Das Schiff „Povl Anker“ war in den letzten Jahren renoviert worden und fährt seit mindestens einem Jahr wieder für Bornholmslinjen. Zu Spitzenzeiten wird so auch Saßnitz-Rönne als zweite Verbindung angeboten. Und es war erstaunlich voll. Die Route führte etwas dichter an der Stubbenkammer vorbei, als die größere „Hammershus“ fährt, so konnte man die Kreidefelsen besser sehen und versuchen, zu benennen…

Leider war die Überfahrt für Hundeleute nicht so komfortabel wie auf der Hammershus. Die besseren Plätze im Salon und in der Panorama Lounge durften wir nicht nehmen. Im Hundebereich saßen wir auf Stühlen der Marke „HüftEx“ im zugigen Bereich vor der Raucherecke, die Scheiben waren dreckig. Das gab dann auch mal eine Bewertung. Das alte Schiff ist dann auch etwas langsamer (auch kleiner) – aber wir kamen gut an und fuhren im Hafen Rönne durch riesige Pfützen, offenbar hatte es stark geregnet. Den Weg nach Dueodde kennen wir schon im Schlaf, in knapp 25 Minuten sind wir da und hätten auch unterwegs bei LIDL noch was zum Essen holen können (hatten aber etwas vorbereitet). Nach dem ersten Auspacken ist dann noch ein kleiner Weg zum Strand drin (es ist ja noch lange hell) – angekommen !

Faules Leben
Wir waren jetzt schon so oft hier, das die Neugier auf Orte der Umgebung doch eher gemäßigt ist und eine gewisse Gelassenheit unverzüglich mit Einnahme eines gepolsterten Stuhles eintritt. Durch die Vorteile eines Ferienhauses mit teilüberdachter Terrasse kann man auch locker einen leichten Regen ignorieren und wir waren eigentlich nicht sauer, das es diesmal hin und wieder Regen gab. Die Pflanzen brauchen schließlich auch mal Wasser. Und so kommt man endlich auch zum Lesen. Feuchtigkeit trocknet bekanntlich schnell im Sand und so kann auch unser kleiner Freund bequem draußen sitzen:

Wenn wir auch fast alles kennen und die meisten Orte in den Jahren auch besucht haben, es gibt immer mal wieder eine Stelle, da fällt einem ein: Dawarnwanochnich! Und so ist es auch diesmal – eine Stelle im grünen Hinterland Paradisbakkerne als „gamle Borg“ ausgewiesen. Hier befinden sich Reste einer Wallanlage, wie wir sie auf Rügen gesehen haben. Sie lässt sich gut auf einem Spaziergang erreichen, Parkplatz in der Nähe.

Ungestört kann man hier im Wäldchen alles erkunden.

Im Ganzen eher unscheinbar, sind die Überreste des Walls bei genauerem Blick gut zu erkennen.


Bei den Granitbrocken frage ich mich, wenn die Teil einer Festung waren – wer hat die wie da hingebracht ? Krane und Bagger waren ja wohl eher nicht im Einsatz.


Das Ganze liegt in einer einsamen Ecke oberhalb von Nexö. Man kommt vorbei an Höfen, die aussehen, wie Henning Mankell sie in seinen Romanen beschreibt.
Kurze Inselrunde
Je nach Wetter und Laune machen wir natürlich ein paar Ausflüge zu bekannten Orten und wenigstens einmal auch eine Inselrundfahrt über die schönen Küstenstraßen mit ihren Aussichten. Unser nächstes Ziel, auch zum Einkaufen ist immer wieder Snogebaek. Hier mal die Wasserseite:



Die Südostküste ist ein bedeutender Rastplatz für Zugvögel

Zwischen Balka Strand und Nexö findet man unzählige Entenvögel

Die Gegend hat immer ihren Reiz und von hier aus sieht man Nexö von der schönsten Seite:

In Svaneke ist außer der Brauerei auch die bekannteste Eiskonditorei Bornholms – wir mussten Geduld haben. Hier beginnt auch die Küstenstraße der Nordseite. Kurzer Ausblick nach Gudjem:

Im Norden der Insel am Hammerhavn – mal wieder ordentlich Bewegung auf dem Wasser:

Wieder im Süden: Arnager mit der längsten Holzbrücke

Und auch hier konnte eine leichte Jacke nicht schaden


Von hier aus bis Nexö liegen die schönen Strände


In diesem Urlaub haben wir nicht soo viel unternommen. Das Wetter eher durchwachsen – nicht dauerhaft sonnig, wie wir das sonst der Fall war, haben wir doch eine gute Erholungszeit gehabt. In Ruhe, im Wald und ganz in der Nähe vom schönen Strand, wo Mensch und Hund so gern spazieren gehen.





Bei der Rückfahrt über die Baltische See war das Wetter wieder gräulich-nebelig , man konnte aber kurz vor der Ankunft im Hafen Saßnitz Mukran noch einen Blick auf die Kreideküste Rügens erwischen, als sich der Nebel hob.

Buch: Musik macht schlau Autor: Christoph Reuter